Präsentismus

Präsentismus – die unterschätzte Gefahr am Arbeitsplatz!

Ein gesundes Arbeitsumfeld ist nicht nur frei von offensichtlichen Krankheiten, sondern auch frei von einem weniger bekannten, aber genauso gefährlichen Phänomen – dem Präsentismus. Präsentismus beschreibt die Situation, in der Mitarbeiter trotz Krankheit, Erschöpfung oder psychischen Belastungen zur Arbeit erscheinen und ihre volle Leistungsfähigkeit nicht erreichen können. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die Bedeutung von Präsentismus, seine Auswirkungen auf Unternehmen und wie ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) diesem Problem entgegenwirken kann.

Was ist Präsentismus und wie äussert er sich?

Präsentismus ist eine verbreitete Herausforderung in vielen Unternehmen. Es tritt auf, wenn Mitarbeiter körperlich anwesend sind, aber aufgrund von Krankheit, chronischem Stress oder anderen gesundheitlichen Problemen nicht in der Lage sind, ihre Arbeit effektiv zu erledigen. Die Symptome können vielfältig sein: von einer Erkältung, die sich verschlimmert, weil der Mitarbeiter keine Ruhezeit hat, bis hin zu Erschöpfung und Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund von Überlastung.

Die Auswirkungen von Präsentismus

Präsentismus kann weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter haben:

  • Geringere Produktivität: Mitarbeiter, die nicht in der Lage sind, ihre volle Leistungsfähigkeit zu erbringen, erledigen ihre Aufgaben langsamer und weniger effizient, was die Produktivität des gesamten Teams beeinträchtigt.
  • Höheres Fehleraufkommen: Erschöpfte oder kranke Mitarbeiter machen eher Fehler, was nicht nur zu Qualitätsproblemen führt, sondern auch das Risiko von Unfällen und Fehlentscheidungen erhöht.
  • Verschlechtertes Arbeitsklima: Präsentismus kann sich negativ auf das Arbeitsklima auswirken, da sich Mitarbeiter gestresst fühlen und sich gegenseitig anstecken können.
  • Steigende Gesundheitskosten: Wenn Mitarbeiter ihre Gesundheitsprobleme ignorieren und weiterarbeiten, können sich ihre Zustände verschlimmern und letztendlich zu längeren Krankheitszeiten führen.
Das gesamthaft ökonomische Potenzial durch Stressreduktion liegt insgesamt bei 6.5 Milliarden CHF (Obsan, 2023)

Präsentismus erkennen und BGM als Lösung

Der erste Schritt, um Präsentismus zu bewältigen, besteht darin, ihn zu erkennen. Führungskräfte sollten sensibilisiert sein und die Symptome von Präsentismus bei ihren Mitarbeitern aufmerksam beobachten. Dazu gehören häufige Fehlzeiten, auffällige Stimmungsschwankungen und ein allgemein nachlassendes Engagement für die Arbeit.

Ein effektives betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) kann einen bedeutenden Unterschied machen, indem es Präsentismus reduziert und das Wohlbefinden der Mitarbeiter fördert. Hier sind einige Massnahmen, die in ein BGM integriert werden können:

  • Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz: Unternehmen sollten Programme zur Förderung einer gesunden Lebensweise anbieten, wie z. B. Fitnesskurse, Stressbewältigungstrainings und Ernährungsberatung.
  • Flexible Arbeitsmodelle: Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit von Home-Office-Tagen können Mitarbeitern helfen, ihre Arbeitsbelastung besser zu bewältigen und ihre Gesundheit zu fördern.
  • Offene Kommunikation: Schaffen Sie eine Kultur der Offenheit, in der Mitarbeiter sich trauen, über ihre Gesundheit zu sprechen und bei Bedarf Unterstützung zu suchen.

Insgesamt sollte BGM nicht nur auf die physische Gesundheit, sondern auch auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter abzielen. Denn mentale Belastungen können genauso schädlich für die Arbeitsleistung sein wie körperliche Krankheiten.


Bei Fitpass setzen wir uns leidenschaftlich für betriebliches Gesundheitsmanagement ein und unterstützen Unternehmen dabei, das Bewusstsein für Bewegung und mentale Gesundheit zu stärken. Lassen Sie uns gemeinsam eine Kultur fördern, in der das Wohlbefinden der Mitarbeiter an erster Stelle steht!